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Die Kette des bedingten Entstehens Das Rad des Lebens Karma |
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Buddha legte anhand einer zwoelfgliedrigen Kausalkette dar, wie die negativen Geistesfaktoren Gier, Hass und Unwissenheit immer aufs Neue zu Dukkha, Leid, fuehren. Hierbei ist die "Unwissenheit" der zentrale Faktor. Damit ist natuerlich kein Mangel an Bildung, intellektuellem Wissen oder Aehnliches gemeint, sondern vielmehr unser "Uebersehen" der Wirklichkeit durch die pausenlose Projektion unserer Wuensche, Abneigungen etc. auf die Wirklichkeit. Dadurch "sehen" und erleben wir eigentlich nie die Realitaet dieses Augenblicks. Der Erwachte verdeutlichte diesen grundlegenden Sachverhalt mit seiner "Kette des bedingten Entstehens". Mit den einzelnen Gliedern der Kette ist nicht notwendig ein Fortschreiten durch die Zeit oder den Raum verbunden. Vielmehr ist bereits durch die ganze Kette gefesselt, wer nur ein Glied der Kette ergreift, da ja eine Kette auch nur existieren kann, wenn mehrere oder alle ihre Glieder zusammenhaengen! |
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Die Glieder sind im Einzelnen:
Jede (nicht-erleuchtete) menschliche Existenz laeuft demnach nach demselben Grundmuster ab:
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Man kann sich diese Kette gut als Kreis vorstellen. Sie beschreibt nach buddhistischer Ansicht das Rad des Lebens bzw. den Kreislauf der Wiedergeburten oder Samsara. Solange der Mensh nicht die wahren Ursachen fuer sein Leiden erkennt, bleibt er in diesem Kreislauf gefangen. Da alles Leben ein Strom aus Werden und Vergehen ist, wird auch der Mensch zahllose Male "wiedergeboren" - je nach seinen Taten im vorigen Leben. Da nach buddhistischer Ansicht absolut jede Tat, auch jeder Gedanke, jedes Gefuehl etc. Folgen hinterlaesst, sammelt jedes Wesen auf diese Art und Weise "Karma" an. Jedes Wesen durchlaeuft im Laufe der Zeit verschiedene Welten. Es gibt im Buddhismus drei positive und drei negative Welten. Nach traditioneller buddhistischer Ansicht gibt es beispielsweise auch eine Goetterwelt und eine Hoelle. Vielfach werden die sechs Welten aber auch psychologisch gedeutet als verschiedene Geisteszustaende. Wer somit z.B. extrem sadistisch ist, schafft anderen (und damit auch sich selbst!) die Hoelle auf Erden, lebt im Grunde in seiner eigenen "Hoelle". Nach buddhistischer Auffassung gibt es zwar Wiedergeburt (Reinkarnation). Doch ist es nicht wichtig, zu wissen wer oder was "ich" in "meinem" letzten Leben war. Dies kann mir zwar helfen, mein jetziges Leben zu verstehen, aber entscheidend ist einzig und allein das Hier und Jetzt. Der Erwachte selbst lehnte demnach auch jede metaphysische Spekulation ueber fruehere Leben, ein Leben nach dem Tod, die Existenz Gottes usw. ab, weil er wusste, dass sich solche Fragen niemals mit dem Verstand oder durch Glauben loesen lassen. Letztlich lenken sie uns nur von unserer Befreiung im Hier und Jetzt ab, denn sie hindern uns daran, das Leben als den unendlichen Prozess zu erkennen, der es in Wirklichkeit ist. |
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