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| zen in japan | |||||
| Zazen Satori Wege des Zen |
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"Wenn
du gehst, gehe;
Der Begriff "Zen" ist die japanische Entsprechung zum chinesischen "Chan", welches wiederum auf Sanskrit "Dhyana" - Meditation - zurueckgeht. Der Buddhismus gelangte ueber China nach Japan, wo er sich seit ca. Mitte des 6. Jahrhunderts nach Christus ausbreitete und sich spaeter u.a. zu dem spezifisch japanischen Zen weiterentwickelte. Zen zielt auf die unmittelbare Erfahrung des Hier und Jetzt ab. Diese Erfahrung soll vor allen durch beharrliches Ueben von Zazen ("Sitzen in Meditation") und durch Achtsamkeit bei allen alltaeglichen Verrichtungen erlangt werden. Fuer das richtige Sitzen in der Meditation gelten genaue Vorschriften: der Meditierende muss eine spezielle aufrechte Sitzhaltung einnehmen und sich dann vollstaendig auf seine natuerliche Ein- und Ausatmung konzentrieren. Dadurch kann er jenseits der Welt des begrifflichen Denkens zur tatsaechlichen Erfahrung der Wirklichkeit gelangen. Koan sind "Raetsel", die nicht logisch geloest werden koennen. Viel mehr soll der Schueler durch die unablaessige Beschaeftigung mit einem Koan erleben, wie unmoeglich es ist, die Realitaet durch begriffliches Denken zu erfassen. So kann sich sein Geist "leer" werden fuer die Fuelle des Da-Seins; dies zu erfahren, bedeutet die Erleuchtung zu erlangen - im Zen "Satori" genannt. Haeufig stellt sich im Zen Satori als ploetzlicher, blitzartiger Vorgang dar. Wenn dieser Durchbruch einmal erfolgt ist, sind fuer den Betroffenen alle Aengste und Sorgen fuer immer verschwunden. Berichte ueber Satori gibt es immer wieder. Stellvertretend fuer viele sei die Erfahrung eines englischen Lehrers genannt: "Im Garten war eine Amsel, und mir war, als haette es nie zuvor eine Amsel gegeben. Mein ganzer innerer Aufruhr schwand dahin, und ich war voll Klarheit und unbeschreiblichem Frieden. Ich schien mit allem um mich herum eins zu sein, und ich sah Menschen und enthielt mich des Urteils ueber sie, so dass sie in sich vollkommen schienen." |
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Die
Parabel von der Zaehmung des wilden Stiers symbolisiert im Zen-Buddhismus
den Weg auf dem spirituellen Pfad: der Stier steht fuer das Unbewusste,
das es aufzuspueren und bewusst zu machen gilt. Ist der Stier gefunden,
kommt es zum Kampf!
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Charakteristisch fuer das Zen ist die Verbindung von großer formaler Disziplin und Strenge einerseits mit Spontaneitaet und Humor anderseits. Ziel ist es immer, eingefahrene Denk- und Fuehlweisen zu ueberwinden, die uns den Blick auf die Wirklichkeit verstellen. So wird von Zen-Moenchen berichtet, die in die erhabenen, "heiligen" Berge hinausgehen und dort in schallendes Gelaechter ausbrechen, oder von Zen-Meistern, die sich gegenseitig als fett und haesslich karikieren und ueber ihre eigenen Karikaturen herzhaft lachen koennen. Denn Humor und Selbstironie koennen eine befreiende Wirkung haben. Eng mit dem Zen verbunden sind die Kunst der Kalligraphie und weitere typisch japanische Kuenste wie das Bogenschießen, der Schwertkampf, aber auch das Blumenstecken, die Teezeremonie, Gartengestaltung und Architektur. Sie alle sind Wege der Achtsamkeit durch meditatives Tun, in dem das Subjekt ganz mit dem Objekt des Handelns eins wird. Zu den bevorzugten Methoden gehoert auch das bereits erwaehnte Koan. Typische, beruehmte Koans sind z.B.: "Was ist der Klang einer klatschenden Hand?" oder "Wie sieht dein Gesicht vor der Geburt deiner Eltern aus?" Dies sind Fragen, an denen der Intellekt scheitern muss und deren Loesung nur mit dem "geistigen Auge" gesehen werden kann. Die Einsicht oder Eins-Sicht ermoeglicht schließlich die Erleuchtung, Satori. Doch ist dies nicht das Ende des Weges, sondern erst der Anfang. Die Erleuchtung ist kein Selbstzweck .Vielmehr soll der Erleuchtete anderen helfen, ganz im Sinne der Lehren des Buddha, wonach Weisheit (Erleuchtung) und Liebe nicht zu trennen sind. |
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